Unser hochschulpolitisches Programm

Die Liberale Liste vertritt an der Universität Tübingen Professorinnen und Professoren aller Fakultäten. Sie wurde in den siebziger Jahren gegründet und trat in progressiver Manier für eine offene, eine demokratische und eine leistungsstarke Universität ein. Liberal bedeutete damals – und so verstehen wir uns auch heute – eine überparteiliche Plattform, die Universität als gemeinsamen, durch ihre Mitglieder in hohem Maße zu gestaltenden Ort der Forschung und der Lehre definiert.

Die Liberale Liste orientiert sich in ihrer aktuellen Hochschulpolitik dabei an folgenden Grundsätzen:

- Wir begrüßen mit Nachdruck kontinuierliche Veränderungen im Bereich der Universität. Wir fordern aber gleichzeitig, dass dieser Wandel mit einem stärkeren Gestaltungsspielraum der Universität verbunden wird.

- Wir betrachten einen marktkonformen Umbau der Universität mit Sorge und sehen in der Universität weiterhin jene Institution, die die globalisierte Gesellschaft mit kritisch-reflektiertem Wissen ausstattet.

- An der Universität sehen wir die fortschreitende Zentralisierung der Entscheidungskompetenz kritisch. Statt einer zunehmenden „top-down“-Steuerung fordern wir verstärkt den Einbezug von „bottom-up“-Initiativen. Dafür tragen die universitären Listen unseres Erachtens eine besondere Verantwortung – und offerieren gleichzeitig besondere Chancen des universitären Engagements.

- Mit Sorge sehen wir das Anwachsen von bürokratischen Verpflichtungen und Managementaufgaben, die zu Lasten des Engagements in exzellenter Lehre und Forschung gehen.

- Die Exzellenz der Universität hängt unseres Erachtens von der Qualität ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – hier besonders der Professorinnen und Professoren – ab. Diese gilt es in besonderem Maße zu unterstützen. Wir treten dabei gleichzeitig für eine intensive Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ein.

- Die wichtigste Ressource der Universität stellt die Kompetenz und die Leistungsbereitschaft ihrer Mitglieder dar. Dieses hohe Potential soll im wachsenden Wettbewerb weiter gefördert werden. Dabei tritt die Liberale Liste für eine stärkere inneruniversitäre Vernetzung ein und sucht das hochschulpolitische Gespräch über die Fächer- bzw. Fakultätsgrenzen zu fördern.

- Die Liberale Liste tritt für eine gleichberechtigte Beteiligung aller Gruppen der Universität an der hochschulpolitischen Willensbildung ein. Wir plädieren daher für kollegiale Führungsstrukturen und flache Hierarchien. Wir unterstützten mit Nachdruck eine von Diversität geprägte Universität.

- Als gewählte Vertretung im Senat und vielen anderen universitären Kommissionen sucht die Liberale Liste das offene Gespräch. Davon sind auch ihre Entscheidungen in den Gremien geprägt.

Die Liberale Liste ist daher eine Plattform für jene,

- die sich für die Stärkung der demokratischen Verfasstheit der Universität einsetzen möchten,

- die über die Fächergrenzen hinweg Interesse an der Universität als Ganzes haben,

- die bereit sind, an universitären Entscheidungsprozessen bzw. Gremien mitzuwirken,

- die sich an der Diskussion hochschulpolitischer Themen beteiligen möchten,

- die mit Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch kommen möchten.


Wenn Sie an einer Mitarbeit interessiert sind, dann schreiben Sie doch an den aktuellen Sprecher der Liberalen Liste: Reinhard.Johler@uni-tuebingen.de oder dessen Stellvertreterin: Birgit.Weyel@uni-tuebingen.de
Die Liberale Liste trifft sich regelmäßig vor den Sitzungen des Senats.